Das war die WOGA 2016 in Utopiastadt

Am 5. und 6. November habe ich mit meinen beiden Mitstreiterinnen Katrin Adam und Ava Weis zur WOGA 2016 nach Utopiastadt geladen. Wir bedanken uns bei allen Besuchern, die sich an dem Wochenende die Zeit genommen haben, mal bei uns vorbeizuschauen.

 

Ich hatte zur WOGA insgesamt 30 Bilder präsentiert. Darunter viele Sofortbild-Emuslionslifts, einige Impossible Originale und drei Cyantotopien. 

 

Die Ausstellung ist noch ein paar Tage, bis zum 25. November zu besuchen. Parallel zu den Öffnungszeiten des Hutmachers in Utopiastadt (Mo – Fr ab 16:00 Uhr, Sa – So ab 12:00 Uhr)

Auszug aus dem WOGA Ausstellungstext:

 

CHRISTIAN HANG

ZERSTÖRUNG SOFORT!

 

Zerstöre es – Erschaffe es.

So könnte man die Arbeitsweise von Christian Hang bezeichnen.

 

Dem in seinem sicheren Rahmen lebenden Sofortbild wird seine sichere Behausung genommen. Es wird ausgeschnitten und in heißes Wasser geworfen, dort trennen sich Positiv und Negativ bis letztlich ein kleiner glibberiger Klumpen übrig bleibt.

 

Der Tod – scheinbar.

 

Aber es ist nicht vorbei. Abgekühlt wird es aufgerichtet und vorsichtig mit Hilfe von zarten Pinsel- und Fingerbewegungen in seine Ursprungsform gebracht. Weiter geht die Reise auf das neue Trägermaterial. Das kann Papier sein (bemalt oder unbemalt), Holz, Stein, Glas oder was einem gerade in den Sinn kommt. In seinem neuen Zuhause kann das Bild weiter existieren.

 

Das Leben – fortgesetzt.

 

Die hier gezeigte Werkschau besteht zum größtem Teil aus Sofortbild-Emulsionslifts und Original Sofortbildern. Es wird bewusst von Sofortbildern und nicht von Polaroids gesprochen, denn nach der Insolvenz des Unternehmens Polaroid, existiert dieser Name nur noch in Form von Digitalkameras, Fernsehern und anderer Unterhaltungselektronik weiter. Nur Dank dem Mut und der Weitsicht einiger innovationsfreudiger Menschen lebt das Medium weiter. Was „unmöglich“ schien wurde möglich. Seit 2010 werden neue Sofortbildfilme hergestellt, ironischerweise heißt der Hersteller „Impossible“. Also wurde auch dort aus einem sterbenden Wesen ein neues geschaffen.

 

Eine wahrlich utopische Geschichte. Wo wäre sie besser aufgehoben als in diesem Haus?

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